Ring of Fire: Kartenbedeutungen von Ass bis König
Die folgende Regelvariante gehört zu den bekanntesten. Ihr könnt einzelne Aufgaben jederzeit ersetzen oder an eure Gruppe anpassen.
Ass – Wasserfall
Beim Ass beginnt der sogenannte Wasserfall.
Alle Spieler setzen ihr Glas an. Der Spieler, der das Ass gezogen hat, beginnt.
Die nächste Person darf ihr Glas erst absetzen, wenn die Person vor ihr aufgehört hat.
So entsteht eine Kette rund um den Tisch.
Beispiel:
Der aktive Spieler hört zuerst auf. Danach darf der nächste Spieler absetzen. Anschließend folgt die nächste Person.
Damit niemand unter Druck gerät, solltet ihr diese Karte mit kleinen Schlucken spielen.
Eine entspanntere Alternative besteht darin, dass jeder Teilnehmer genau einen Schluck nimmt und das Glas erst in der richtigen Reihenfolge abstellt.
Zwei – Du
Bei einer Zwei darf der aktive Spieler eine andere Person auswählen.
Die gewählte Person nimmt einen Schluck oder erfüllt eine kleine Aufgabe.
Der bekannte Merksatz lautet:
„Zwei – du.“
Alternativ kann der aktive Spieler zwei Punkte oder zwei kleine Aufgaben verteilen.
Drei – Ich
Bei einer Drei ist der aktive Spieler selbst an der Reihe.
Er nimmt einen kleinen Schluck oder führt eine vorher vereinbarte Aufgabe aus.
Der Merksatz lautet:
„Drei – ich.“
Vier – Boden
Wird eine Vier gezogen, müssen alle Spieler so schnell wie möglich den Boden berühren.
Wer zuletzt reagiert, verliert die Runde.
Sitzt ihr an einem großen Tisch, könnt ihr alternativ die Tischplatte berühren.
Der Merksatz lautet:
„Vier – Boden hier.“
Diese Karte sorgt meistens für hektische und lustige Reaktionen.
Achtet darauf, dass niemand aufspringt oder über Gegenstände stolpert.
Fünf – Gruppenkategorie
Bei traditionellen Regelvarianten betrifft die Fünf häufig eine bestimmte Personengruppe.
Moderner und abwechslungsreicher ist es, die Kategorie bei jeder Runde neu zu bestimmen.
Beispiele:
- alle mit dunkler Kleidung
- alle Brillenträger
- alle, die Geschwister haben
- alle, die heute zu spät gekommen sind
- alle, die ein Haustier besitzen
- alle, die schon einmal Ring of Fire gespielt haben
- alle mit einem gravierten Glas
- alle, die im selben Monat Geburtstag haben
So lässt sich die Karte flexibel an eure Gruppe anpassen.
Sechs – Zweite Gruppenkategorie
Auch die Sechs kann eine ausgewählte Gruppe betreffen.
Der Spieler, der die Karte zieht, nennt ein gemeinsames Merkmal.
Alle Teilnehmer, auf die es zutrifft, erfüllen die vereinbarte Aktion.
Mögliche Kategorien sind:
- alle mit hellen Schuhen
- alle mit langen Haaren
- alle, die Bier trinken
- alle, die eine Uhr tragen
- alle, die heute mit dem Fahrrad gekommen sind
- alle, die morgen ausschlafen können
- alle, die ein personalisiertes Glas besitzen
Sieben – Himmel
Bei einer Sieben zeigen alle Spieler so schnell wie möglich nach oben.
Wer zuletzt reagiert, verliert die Runde.
Der Merksatz lautet:
„Sieben – Himmel.“
Ihr könnt festlegen, dass ein Finger, eine Hand oder beide Arme nach oben gestreckt werden müssen.
Acht – Spielpartner
Wer eine Acht zieht, wählt einen Partner.
Ab diesem Zeitpunkt sind beide Spieler miteinander verbunden.
Immer wenn einer von ihnen eine Aktion ausführen muss, ist der Partner ebenfalls beteiligt.
Die Partnerschaft kann gelten:
- bis zur nächsten Acht
- bis zum Ende des Spiels
- für eine festgelegte Anzahl an Runden
- bis ein Joker gezogen wird
Bei mehreren gezogenen Achten können mehrere Partnerschaften gleichzeitig bestehen.
Dadurch entstehen schnell lustige Kettenreaktionen.
Neun – Reimrunde
Bei einer Neun beginnt eine Reimrunde.
Der aktive Spieler nennt ein Wort. Danach muss jeder Teilnehmer im Uhrzeigersinn ein passendes Reimwort finden.
Beispiel:
Haus – Maus – Klaus – Applaus.
Wer:
- zu lange überlegt
- ein Wort wiederholt
- keinen passenden Reim findet
- ein erfundenes Wort verwendet
verliert die Runde.
Der Merksatz lautet:
„Neun – Reim.“
Geeignete Startwörter sind zum Beispiel:
- Haus
- Hand
- Licht
- Zeit
- Bier
- Nacht
- Spiel
Zehn – Kategorie
Bei einer Zehn bestimmt der aktive Spieler eine Kategorie.
Danach nennt jeder Teilnehmer reihum einen passenden Begriff.
Mögliche Kategorien sind:
- Biersorten
- deutsche Städte
- Länder
- Tiere
- Filme
- Serien
- Automarken
- Musikinstrumente
- Fußballvereine
- Brettspiele
- Getränke
- Berufe
- Urlaubsziele
- Dinge im Kühlschrank
- Dinge auf einer Party
Wer keinen neuen Begriff findet, zu lange überlegt oder eine Antwort wiederholt, verliert die Runde.
Besonders viel Spaß machen Kategorien, die zu eurer Freundesgruppe passen.
Beispiele:
- gemeinsame Urlaubsorte
- Insider aus dem Gruppenchat
- Spiele, die ihr gemeinsam gespielt habt
- typische Sprüche eines Freundes
- frühere Partyorte
- Namen aus eurer Schulzeit
Bube – Neue Regel
Wer einen Buben zieht, darf eine neue Regel erfinden.
Diese Regel gilt normalerweise bis zum Ende des Spiels oder bis sie aufgehoben wird.
Mögliche Regeln sind:
- Vornamen sind verboten.
- Niemand darf „ja“ oder „nein“ sagen.
- Das Glas darf nur mit der linken Hand gehalten werden.
- Vor jeder Antwort muss geklatscht werden.
- Jeder Spieler muss seinen linken Nachbarn mit „Majestät“ ansprechen.
- Das Wort „trinken“ ist verboten.
- Vor jedem Zug muss der zentrale Krug gegrüßt werden.
- Fragen dürfen nur mit Gegenfragen beantwortet werden.
- Niemand darf mit dem Finger zeigen.
- Vor jedem Schluck muss angestoßen werden.
- Das eigene Glas muss mit beiden Händen angehoben werden.
- Wer flucht, verliert einen Punkt.
Vergisst ein Spieler eine Regel, erhält er eine kleine Aufgabe.
Je länger die Runde dauert, desto schwieriger wird es, alle Regeln im Kopf zu behalten.
Dame – Fragenmeister
Wer eine Dame zieht, wird zum Fragenmeister.
Der Fragenmeister versucht, anderen Spielern normale Fragen zu stellen.
Wer ihm direkt antwortet, verliert die Runde.
Beispiel:
Der Fragenmeister fragt:
„Wie spät ist es?“
Antwortet jemand automatisch mit einer Uhrzeit, hat diese Person verloren.
Bessere Reaktionen wären:
„Warum möchtest du das wissen?“
oder:
„Hast du keine Uhr?“
Der Fragenmeister bleibt so lange im Amt, bis eine neue Dame gezogen wird.
Eine alternative Damenregel ist die Fragekette.
Der aktive Spieler stellt einer Person eine Frage. Diese darf nur mit einer neuen Frage antworten.
Wer keine Frage stellt oder zu lange überlegt, verliert.
König – Das zentrale Glas
Der König ist eine der wichtigsten Karten bei Ring of Fire.
Wer einen der ersten drei Könige zieht, gibt eine kleine Menge seines Getränks in das Glas in der Mitte.
Wer den vierten König zieht, löst die vorher festgelegte Abschlussregel aus.
Mögliche Regeln für den vierten König sind:
- Er übernimmt den Inhalt des zentralen Glases.
- Er verteilt den Inhalt auf mehrere Personen.
- Die gesamte Gruppe teilt sich den Inhalt.
- Er erhält eine besondere Abschlussaufgabe.
- Er gewinnt einen Punkt.
- Er wird zum König des Spieleabends.
- Er erhält einen gravierten Wanderpokal.
- Das Spiel endet sofort.
- Alle verbleibenden Karten werden noch ausgespielt.
Möchtet ihr unterschiedliche Getränke nicht vermischen, könnt ihr das zentrale Glas ausschließlich mit Wasser, alkoholfreiem Bier oder einem vorher ausgewählten Getränk füllen.
Ihr könnt den König auch komplett ohne Getränkeregel spielen. Stattdessen kommen bei jedem König Aufgaben, Punkte oder Zettel in den Krug.